Weltkarte

Weißrussland

Im dritten Anlauf in die "letzte Diktatur Europas"

Einreisedatum 26. September 2014
Kilometerstand 895.250

Hauptstadt Minsk

Größe 207.595 km²

Einwohner 9.457.000

BIP 55,483 Mrd. US-Dollar

Amtssprache Weißrussisch/Russisch

Dass ausgerechnet Weißrussland das letzte neue Land auf Ottos langer Reise sein würde, hätte Gunther Holtorf niemals gedacht. Im Herbst 2014 reiste er mit gemischten Gefühlen zur Grenze einer der letzten verbliebenen Diktaturen: Zwei Mal war er mit Otto bereits an der Einreise gescheitert – trotz Visum. Doch dann kam alles ganz anders.
  • Insgesamt hinterließ Weißrussland mit seinen freundlichen Bürgern bei Gunther Holtorf einen unerwartet positiven Eindruck. Ein schöner Abschluss für die Reise in 215 Länder und Gebiete. Von hier ging es endgültig zurück nach Deutschland.
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  • Der Besuch Weißrusslands beginnt ausnahmsweise in Berlin: Rund 28 Stunden benötigte die Botschaft, um ein Touristenvisum auszustellen. Gunther und Otto parkten vor dem russischen Ehrenmal im Treptower Park, das genau gegenüber der Vertretung des häufig als letzte Diktatur Europas bezeichneten Landes liegt.
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  • Das Ehrenmal erinnert an die 7000 russischen Soldaten, die gegen Ende des Zweiten Weltkrieges bei der Eroberung Berlins fielen. Die monumentale Architektur dieses Ortes diente Gunther als Einstimmung auf die kommende Reise und als Ablenkung bei der Warterei.
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  • Nach zweitägiger Anreise durch Polen und Litauen kam endlich die Grenze in Sicht. Knapp vier Stunden sollte der Weg durch die Grenzposten in das abgeschottete Land dauern – trotz gültiger Visa.
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  • Endlich drin: Im dritten Anlauf ist Otto in Belarus, wie das Land sich selber nennt, angekommen, dem 215. und letzten noch fehlenden Staat auf seiner Reise
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  • Auf der Gegenspur stauen sich die Lkw kilometerweit bei der Ausreise
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  • Die erste Nacht verbrachten Gunther und Otto bei vier Grad auf einem Lkw-Rastplatz vor Minsk
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  • Die morgentliche Dusche aus dem Wassersack, der nachts außen am Wagen hängt, ist dementsprechend frostig
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  • Aufgewärmt wurde sich – wie jeden Morgen – mit Hanteltraining
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  • Dann ging es in die Millionenstadt Minsk, die trotz sozialistischer Plattenbau-Wohnsilos am Stadtrand ...
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  • ... in der Innenstadt auch schöne Ecken hat. Weißrussland, findet Gunther, ist das Land der Mülleimer: ein extrem sauberes Land, in dem man Graffiti vergeblich sucht.
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  • Neben eher martialischen Denkmälern vor alten Parteigebäuden ...
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  • ... gibt es auch noch typisch sowjetische Kultureinrichtungen wie den festen Kuppelbau des Staatszirkus ...
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  • ... oder den Kulturpalast des Gewerkschaftsbundes
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  • Der sieht allerdings bunt illuminiert nachts deutlich besser aus
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  • Gleiches gilt für das tagsüber von einer Ehrengarde bewachte Monument für die Gefallenen des zweiten Weltkriegs ...
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  • ... und die klassizistischen Gebäude am zentralen Prospekt, der Hauptachse der Stadt
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  • Gunther und Otto fuhren aber vor allem ins Hinterland, wo die Straßen zwar vielfach aus Sand, die Orte aber ordentlich beschildert sind
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  • Die allermeisten Menschen wohnen in klassischen Holzhäusern, wie man sie auch in Russland überall findet
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  • Viele der Häuser sind aber bunt gestrichen und haben hübsche Gärten. Der Zugbrunnen im Vordergrund ist kein Zierrat, sondern dient der täglichen Wasserversorgung.
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  • Wenn Otto in ein Dorf rollte, kamen schnell Menschen aus den Häusern. Viktor traute sich als Erster zu Gunther. Gesprochen wurde mit Händen und Füßen.
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  • Wlada zeigte stolz ihren Blumengarten und kramte etwas Schulenglisch hervor
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  • Die Magazin genannten kleinen Läden in den Dörfern sind vielfach geschlossen worden. Das erschwert die Versorgung.
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  • Das Straßennetz ist auch im Hinterland gut ausgebaut. Autos begegneten Otto selten.
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  • Meist rollte er einsam durch die Mischwälder aus Tannen und Birken
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  • Auch Pferdefuhrwerke gehören in Weißrussland noch zu den verbreiteten Verkehrsmitteln
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  • Die Landwirtschaft ist kollektiviert und in staatlicher Hand. Hier weidet eine große Kuhherde an einer typischen Bushaltestelle, wie man sie entlang vieler größerer Straßen findet.
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  • Verstreut in der Landschaft trifft man immer wieder auf kulturelle Kleinode
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  • Diese Holzkirche wirkt in dem fast verlassenen Ort ziemlich überdimensioniert
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  • Nur in größeren Orten haben die Magazine noch geöffnet
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  • In Njaswisch, südlich von Minsk, lebte seit dem 16. Jahrhundert die Adelsfamilie Radziwill, legte Seen an und baute den Ort mithilfe italienischer Baumeister aus
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  • Eindrucksvoll ist das Schloss, in dem die Familie 400 Jahre residierte und das heute ein beliebtes Ausflugsziel ist
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  • Im Innenhof erkennt man noch die Handschrift der italienischen Architekten
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  • Etwa 30 Kilometer westlich steht die Burg Mir, die ebenfalls der Familie gehörte. Ihre Anfänge reichen bis in die ersten Jahre des 16. Jahrhunderts zurück. Seit 2000 zählt sie zum Weltkulturerbe.
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  • Gunther Holtorf hatte hier Gelegenheit, sein Faible für Fotos von Hochzeitspaaren auszuleben, die die Festung als Hintergrund für ihre Bilder nutzten
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  • Rund um die Burg Mir gibt es aufwendige Blumenbeete ...
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  • ...deren Blüten sich bei näherer Betrachtung als Kohlköpfe entpuppten
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  • Video: Weißrussland - Der Abschluss einer 26-jährigen Tour

Hier war Otto schon einmal ...

Polen

Einreisedatum 03. Oktober 2014
Kilometerstand 897.290