Weltkarte

Samoa

Mit dem Auto mitten in den Pazifik

Einreisedatum 29. November 2011
Kilometerstand 777.428

Hauptstadt Apia

Größe 2.842 km²

Einwohner 193.000

BIP 612 Mio. US-Dollar

Amtssprache Samoanisch/Englisch

Samoa liegt fast genau auf der Datumsgrenze, also von Deutschland aus betrachtet am anderen Ende der Welt. Trotzdem war das Land eine kurze Zeit deutsche Kolonie. Auf den zwei Hauptinseln findet man noch heute etliche koloniale Spuren. Ansonsten verläuft das Leben aber in seinen eigenen, ganz ruhigen südpazifischen Bahnen. Otto befuhr beide Inseln und wurde in den Dörfern auf der abgelegeneren Savai’i besonders herzlich aufgenommen.
  • Aus der nährstoffreichen vulkanischen Erde der Insel schießen prächtige Blüten in die Höhe. Darunter auch die offizielle Nationalblume Alpina purpurata oder „teuila“, wie die Samoaner sie nennen.
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  • Ein bisschen Paradies: Der Inselstaat Samoa im Südpazifik besteht aus insgesamt zehn Eilanden, von denen die größeren vulkanischen Ursprungs sind, während die kleineren auf Korallenriffen entstanden
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  • Die beiden Hauptinseln Savai’i und Upolu, auf letzterer liegt auch die Hauptstadt Apia, waren bis zum Ende des Ersten Weltkriegs Teil der Kolonie Deutsch-Samoa
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  • Die Felder der Bauern liegen oft an den steilen Hängen der Inselvulkane. Kokosnüsse, Taros und Blätter zum Abdecken des Umo genannten Erdofens werden an langen Stangen auf der Schulter ins Dorf getragen.
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  • Immer alle auf einen: Die Samoaner empfingen Gunther Holtorf als freundliche, aufgeweckte Gastgeber, die Otto manchmal sogar auf die Motorhaube kletterten
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  • Die Gesellschaft des Inselstaates basiert auf den drei Stützen des Fa’a Samoa (des „samoanischen Wegs“): der aiga (Familie), dem matai (Familienoberhaupt) und dem Christentum, einem der wenigen westlichen Einflüsse, die im traditionellen Leben der Einwohner tiefe Wurzeln geschlagen haben
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  • In fast jedem Dorf finden sich gleich mehrere Kirchen
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  • „Fa’avae I Le Atua Samoa“, Samoa ist auf Gott gegründet, heißt es sogar auf dem offiziellen Wappen des Inselstaates. Während des Abendgebets werden Besucher des tiefreligiösen Staates darum gebeten, aus Respekt nicht durch den Straßen zu flanieren.
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  • Den Glauben brachte einst der englische Missionar John Williams nach Samoa, der 1830 an der Küste von Savai’i anlandete
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  • Freie Sicht: Die traditionellen einstöckigen Häuser Samoas heißen Fale und werden ohne Wände gebaut. Das ist in dem tropisch-heißen Klima wesentlich angenehmer. Privatsphäre? Fehlanzeige!
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  • Nicht nur, weil von außen jeder hineinschauen kann, sondern auch, weil innerhalb der Häuser die Zimmer nahtlos ineinander übergehen
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  • Wünscht man doch mal ein wenig Intimität, erzählten die Bewohner Gunther Holtorf, hänge man einfach ein paar Vorhänge zwischen die Stelzen.
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  • Immer entlang der türkisblauen See zieht sich die Straße, sodass man einfach am Strand parken und ins Wasser springen kann
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  • Schon die deutschen Kolonialherren legten einst riesige Kokosnussplantagen an. Noch heute wachsen hier Kokosnüsse im Überfluss.
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  • Zwischen den beiden Hauptinseln verkehren Fähren. Etwas mehr als eine Stunde dauert die Fahrt zwischen Savai’i und Upolu.
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  • Rund zwei Drittel aller Einwohner Samoas arbeiten in der Landwirtschaft, die immer wieder unter tropischen Stürmen leidet. Auf Savai’i gibt es außerdem einen aktiven Vulkan, der schon ganze Dörfer verschüttet hat.
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  • 1889 fegte ein besonders heftiger Zyklon über die Inseln und versenkte die deutschen Schiffe „Eber“ und „Adler“ im Hafen von Apia. Ein Großteil der Besatzung ertrank. Im gleichen Jahr einigten sich die drei Großmächte Deutschland, Großbritannien und die USA über die Aufteilung Samoas. Am 1. März 1900 wurde West-Samoa offiziell Kolonie des deutschen Kaiserreichs.
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  • Erstaunlicherweise denken viele Samoaner mit einer gewissen Nostalgie an die eigene Kolonialvergangenheit zurück. Sie wurden zu keiner Arbeit gezwungen, durften ihr Land behalten und verdienten am Verkauf dessen, was sie angebaut hatten.
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  • Video: Samoa - von versunkenen Schiffen und Häusern ohne Wände