Weltkarte

China

Von der dicht besiedelten Küste bis hinauf ins einsame tibetische Hochland

Einreisedatum 31. März 2011
Kilometerstand 740.748

Hauptstadt Peking

Größe 9.571.302 km²

Einwohner 1.366.040.000

BIP 8.250 Mrd. US-Dollar

Amtssprache Hochchinesisch

Es dauerte lange und war ziemlich teuer, bis Otto nach China reisen durfte: Ausländische Fahrzeuge, die sich frei durchs Land bewegen, sind dort nicht vorgesehen. Otto musste daher bei seinem dreimonatigen Aufenthalt 2011 immer von einem Fahrzeug mit zwei Aufpassern begleitet werden. Gunther Holtorf reiste nach dem Tod seiner Frau zusammen mit seinem Sohn Martin durch China. Sie verbrachten viel Zeit in den politisch unruhigen nordwestlichen Provinzen, im Himalaya und in Tibet. Als eines der ersten ausländischen Fahrzeuge gelangte Otto sogar bis ins Everest-Basecamp. Für Gunther Holtorf war es nicht der erste Besuch im Reich der Mitte: 1982 hatte er bereits mit seinem Bruder eine Tour durchs Land gemacht und konnte nun die atemraubenden Veränderungen seit dieser Zeit mit eigenen Augen sehen.
  • ... wie auf den Bergkämmen.
    34  von  34
  • So kennt man die berühmteste Sehenswürdigkeit: Die Chinesische Mauer in der Nähe der Hauptstadt Peking – voller Touristen.
    1  von  34
  • Wer aber mit dem eigenen Wagen unterwegs ist, kommt auch in weniger frequentierte Gegenden. Für dieses Foto wollten die Wächter Otto in einen abgesperrten Bereich lassen, fanden den Schlüssel für das Vorhängeschloss aber nicht. Gunther Holtorf kramte sein Werkzeug heraus und knackte kurzerhand die Kette.
    2  von  34
  • Nach dem Tod seiner Frau im Vorjahr bereiste Gunther Holtorf China zusammen mit seinem Adoptivsohn Martin. Hier passierten die beiden das Mao-Bild am Platz des himmlischen Friedens in Peking.
    3  von  34
  • Natürlich gehörten die touristischen Highlights zur Reiseroute von Otto. Hier die Terrakotta-Armee des Kaisers Qin in der Nähe von Xian. Die mehr als 7000 lebensgroßen Tonfiguren waren eine Grabbeigabe im monumentalen Mausoleum des rund 200 Jahre vor Christus gestorbenen Kaisers.
    4  von  34
  • Shanghai: der junge Stadtteil Pudong mit dem Oriental Pearl Tower jenseits des Huangpu-Flusses – bei Tag ...
    5  von  34
  • ... und bei Nacht.
    6  von  34
  • Am gegenüberliegenden Ufer entfaltet noch immer die legendäre Uferstraße „Bund“ ihre koloniale Pracht. Nur der schnaubende Bulle, das Symbol für steigende Aktienkurse, ist jüngeren Datums.
    7  von  34
  • Typische Straßen in chinesischen Städten sehen eher so aus.
    8  von  34
  • Die Holtorfs zog es schnell in entlegenere Regionen, wo die Menschen traditionell noch von Fischerei ...
    9  von  34
  • ... und Ackerbau leben. Und zwar ohne große technische Hilfsmittel. Struppige Ochsen ziehen den Pflug.
    10  von  34
  • Transporte wurden mit Ponys und selbstgebauten Wagen erledigt.
    11  von  34
  • Gerade in Bergregionen waren die Böden oft so karg und trocken, dass sie nur als Weide für Schafherden taugen.
    12  von  34
  • Die Bauern pflanzten von Hand Reis an. Die Felder wurden dazu mit uralten, ausgeklügelten Kanalsystemen unter Wasser gesetzt.
    13  von  34
  • So entstanden trotz hügeliger Landschaft im Laufe der Zeit große Ackerflächen, die aber für Maschinen nicht geeignet sind. Noch immer leben die meisten Chinesen von der Landwirtschaft.
    14  von  34
  • Entsprechend ärmlich waren die in vielen Regionen noch aus Lehm gebauten Häuser.
    15  von  34
  • China kämpft mit groß angelegten Aufforstungskampagnen gegen den Vormarsch der Wüsten an – mit gemischtem Erfolg. Rasterförmige Sandsperren wirken angesichts der riesigen Dünen eher hilflos.
    16  von  34
  • In den Weiten des Landes gibt es überall viele in Felswände gebaute Tempelanlagen.
    17  von  34
  • Oft tragen die Fremdenführerinnen bunte Fantasiekostüme.
    18  von  34
  • Im echten Leben sehen die Chinesinnen im Norden weniger bunt gekleidet aus.
    19  von  34
  • Die Stoffe sind dick und warm, denn die Winde auf den Hochebenen von Xinjiang und Tibet können schneidend kalt sein.
    20  von  34
  • Besonders im Nordwesten leben viele Uiguren, eine muslimische Minderheit. Ihr gehört auch dieser Fleischer auf einem Markt in Kashgar an, einer Stadt in der autonomen Region Xinjiang.
    21  von  34
  • Viele Uiguren tragen Bärte...
    22  von  34
  • ... die mit voranschreitendem Alter immer länger werden.
    23  von  34
  • In der autonomen Region Xinjiang, fernab der Hauptstadt des kommunistischen Reiches, spielt der Moscheebesuch im Alltag eine wichtige Rolle.
    24  von  34
  • In großen Städten, wie hier in der Hauptstadt Ürümqi, findet man prächtige Neubauten.
    25  von  34
  • Aber auch im bergigen Hinterland prägen die Gotteshäuser das Bild der Siedlungen. Aus der Ferne wirken sie mit ihren Türmen fast wie christliche Kirchen.
    26  von  34
  • In Kashgar besuchten die Holtorfs einen riesigen Viehmarkt.
    27  von  34
  • Traditionell ist die Viehzucht bei den Uiguren der bedeutendste Teil der Landwirtschaft.
    28  von  34
  • Um die Preise wurde hart gefeilscht.
    29  von  34
  • Anschließend setzte man sich in die umliegenden Garküchen zum gemeinsamen Essen.
    30  von  34
  • Von Xinjiang aus ging es für Otto in die Berge, manchmal auf atemraubenden Serpentinen-Strecken, die wie hier oft nur mit Bulldozern in die Hänge geschoben worden waren. Eine abenteuerliche Fahrt unter eisigen Bedingungen.
    31  von  34
  • Nicht alle Pisten sind so gut ausgebaut wie der legendäre Karakorum Highway, der hier am Karakol-See vorbeiführt.
    32  von  34
  • Die Landschaft ist überall spektakulär, im Tal ...
    33  von  34
Tibet, das oft als "Dach der Welt" bezeichnet wird, hat es Gunther Holtorf besonders angetan. Nach etlichen erfolglosen Versuchen durften Gunther und Martin Holtorf 2011 mit Otto endlich durch das von buddhistischen Stätten und dem Himalaja-Massiv geprägte Hochland fahren.
  • ... finden sich viele der bunten Tücher. Der Aufstieg vom Basecamp an der chinesischen Seite gilt als wesentlich anspruchsvoller als die Besteigung von Nepal aus.
    21  von  21
  • Im tibetischen Hochland zweigt bei Shelkar (New Tingri) eine neu angelegte Schotterpiste ab und windet sich in ungezählten
    Serpentinen bis zum Base Camp des Mount Everest auf 5.200 Meter Höhe. Der Abzweig liegt an der Nationalstrasse G318 von Peking bis an die nepalesische Grenze, vorbei am weltweit einzigen Kilometerstein mit der Zahl 5000.
    1  von  21
  • Gunther und Martin Holtorf profitierten von den Bemühungen der chinesischen Zentralregierung, das Hochland für den Verkehr zu erschließen. Es werden intensiv Straßen, Eisenbahnen und Flughäfen gebaut, teilweise in mehr als 5000 Meter Höhe.
    2  von  21
  • Das führt zu spektakulären Streckenführungen in den engen Tälern ...
    3  von  21
  • ... mit abenteuerlichen Tunnelpassagen.
    4  von  21
  • Der Kilometerstein zeigt die Distanz zur chinesischen Hauptstadt Peking. Es gibt keine längere durchgehend mit Kilometermarkierungen versehene Straße auf der Welt.
    5  von  21
  • Schneebedeckte Berge sind in Tibet ständige Kulisse.
    6  von  21
  • Nur in tiefer gelegenen Regionen finden sich kleine Wäldchen für eine geschützte Rast.
    7  von  21
  • Oft stoppten die Holtorfs in kargen Höhen, in denen es nur noch einige Klöster gab – wie hier am Nam-Tso-See ...
    8  von  21
  • ... an dem Otto nachts einschneite. Die Temperatur lag bei minus zehn Grad und Gunther und Martin Holtorf froren im ungeheizten Otto.
    9  von  21
  • Während draußen am Morgen eine Schafherde mühsam etwas Futter aus dem Schnee kratzte ...
    10  von  21
  • ... frühstückte Gunther Holtorf lieber im Wagen. Er wirkte trotz warmer Jacke etwas verfroren. Aber zumindest der Tee war heiß.
    11  von  21
  • In Tibet wird oft kulissenartig an den Hang gebaut. Als Farben dominieren Weiß und Rot, wie hier beim Kloster Ganden.
    12  von  21
  • Am Sakya-Kloster saßen einige Mönche in der wärmenden Sonne.
    13  von  21
  • In den Wänden der Kloster sind oft Gebetsmühlen eingelassen. Durch das Drehen beim Lesen der abgebildeten Gebete sollen körperliche und geistige Aktivität verbunden werden.
    14  von  21
  • Das berühmteste Gebäude Tibets ist der Potala-Palast in der einstigen tibetischen Hauptstadt Lhasa. Hier regierte über Jahrhunderte der Dalai Lama. Die Ursprünge des Gebäudes gehen bis ins Jahr 637 zurück.
    15  von  21
  • Gunther und Martin Holtorf mit Otto vor dem Palast, der Lhasa um 130 Meter überragt. Der Bau wurde 1694 fertiggestellt.
    16  von  21
  • Wer in Tibet reist, kommt immer wieder an Orten vorbei, an denen Gläubige Gebetsschals, sogenannte Khatas, hinterlassen haben, um zu demonstrieren, dass sie reinen Herzens sind.
    17  von  21
  • An besonderen Orten entstehen regelrechte Haufen von Kathas unterschiedlicher Farbe, von denen jede eine besondere Bedeutung hat.
    18  von  21
  • Die Schönheit des Landes wird zunehmend auch von chinesischen Touristen entdeckt. Hier ließ sich ein Hochzeitspaar fotografieren. Die Braut trug Rot, in China die Farbe des Lebens, und die Bilder wurden aufwendig inszeniert. Das geschieht oft schon Wochen vor der Feier.
    19  von  21
  • Auch auf dem Weg zum Mt. Everest, mit seinen 8848 Metern der höchste Berg der Erde, ...
    20  von  21
  • Video 1: China - heute
  • Video 2: Tibet - Spiritualität vor atemraubender Kulisse