Weltkarte

Äthiopien

Drei Tage stand Otto an der Grenze, bis er zum Tellerlippen-Volk durfte

Einreisedatum 26. Januar 1994
Kilometerstand 121.341

Hauptstadt Addis Abeba

Größe 1.104.300 km²

Einwohner 96.633.458

Amtssprache Amharisch

Äthiopien war 1994 ein wildes Land, in dem einige Völker noch sehr traditionell lebten. Die Holtorfs waren mit Otto die ersten westlichen Touristen, die mit dem eigenen Auto einreisen durften. Die Zollformalitäten an der Grenze waren Neuland für alle Beteiligten und dauerten drei Tage. Einmal im Land, steuerten sie auch die Stammesgebiete der Mursi an und trafen dort auf die Kultur der Tellerlippen: riesiger durch Tonscheiben vergrößerter Lippen.
  • ... um nach und nach immer größere Tonscheiben einzusetzen. Auf dem Kopf liegt die Reserveplatte.
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  • Äthiopien ist einer der ältesten christlich geprägten Staaten der Erde - die äthiopische Geschichte reicht bis ins 4. Jahrhundert zurück. Der Palast von Gondar aus dem 17. Jahrhundert ist bis heute ein Beispiel für die Pracht der abessinischen Könige.
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  • Die Amtssprache der heutigen Bundesrepublik Äthiopien ist Amharisch, das seit dem 13. Jahrhundert im Land verbreitet ist und auch über eine eigene Schrift verfügt. Gunther Holtorf, hier im Jahr 1989, verstand sie naturgemäß nicht.
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  • Märkte in Äthiopien waren oft eine farbenprächtige Angelegenheit
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  • Bei feierlichen Anlässen nutzten Würdenträger in der Provinz geschmückte Esel und Maultiere
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  • Angesichts des damals noch wesentlich schlechteren Straßennetzes waren Esel auch als normales Transportmittel gefragt. Hier sind sie mit traditionellen Wasserkrügen beladen.
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  • Das äthiopische Hochland reicht bis in über 4000 Meter Höhe, der Großteil des Landes liegt mehr als 1200 Meter über dem Meer.
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  • Im Hochland herrscht ein angenehmes Klima und auch die lästigen Tropenkrankheiten wie Malaria gibt es dort nicht. Das Straßennetz ist häufig noch italienischen Ursprungs, was man an den Steinmauern erkennt. Italien besetzte das Land kurzzeitig in den 30er Jahren.
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  • Der größte Teil Äthiopiens wird landwirtschaftlich genutzt, Wald ist kaum noch vorhanden und auch die typischen Fackellilien sieht man heute seltener.
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  • Fast der gesamte Handel des Landes wird über den Hafen des Nachbarlandes Djibouti abgewickelt. Die Straße von der Hauptstadt Addis Abeba galt damals als eine der gefährlichsten Afrikas.
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  • Die Wasserfälle des blauen Nil in Tisissat sind mit 42 Metern Höhe und in der Regenzeit bis zu 400 Metern Breite die zweitgrößten Afrikas.
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  • In vielen Dörfern musste das Wasser für die Kamele damals schon oft aus großer Tiefe geschöpft werden.
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  • Meist waren es die Frauen, die lange Wege auf sich nahmen, um für die Familien Trinkwasser zu holen.
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  • Die Holtorfs durchquerten das äthiopische Hinterland oft abseits der befestigten Straßen. Einmal waren sie drei Tage im offenen Gelände unterwegs.
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  • Gunther und Christine Holtorf fuhren 1994 weit ins Ogaden-Gebiet nach Ostäthiopien, damals einen rechtsfreien Raum, in dem sie die örtlichen Stämme oft für die Durchfahrt bezahlen mussten.
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  • Auch im Südwesten des Landes lebten 1994 noch viele sehr traditionelle Stämme, die sich um Otto scharten, ...
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  • ... wenn er bei ihnen auftauchte.
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  • Hier spricht Christine Holtorf mit gut bewaffneten Angehörigen des Hamar-Stammes im Omo-Tal.
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  • Rinder waren 1994 im landwirtschaftlich geprägten Äthiopien allgegenwärtig – auch auf dem Flugfeld in Jinka. Die Stadt ist Ausgangspunkt für die berühmten afrikanischen Volksstämme im Omo-Tal.
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  • Die Mursi mit ihren riesigen Tellerlippen sind der wohl bekannteste Stamm der Omo-Region.
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  • Frauen wie Männer durchtrennen ihre Unterlippen ...
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  • ... und manchmal auch Ohrläppchen, ...
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  • Video: Äthiopien - Straßen "Made in Italy"